Team & Expertise

Stimme aus der Liederhalle

Björn Dähn - Projektleiter

Von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Abschluss begleitet Björn Dähn Veranstaltungen – und sorgt dafür, dass aus Planung ein reibungsloser Ablauf wird.

1. Vor welchen Herausforderungen stehen Sie als Projektleiter täglich in der Liederhalle?

Der Herausforderung möglichst nicht den Überblick zu verlieren. (lacht) 

Wir sind in der Projektleitung zu viert und haben pro Jahr teilweise bis zu 900 Veranstaltungen, die organisiert, durchgeführt und nachbereitet werden müssen. Die Anzahl der Anfragen und Terminoptionen, mit denen wir aber hantieren, ist mindestens noch einmal so hoch.

Die Größenordnung spielt dabei keine Rolle – manchmal ist eine Veranstaltung mit 20 Personen aufwendiger zu planen als ein Stehkonzert mit 3.000 jungen Menschen. Man läuft schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren, wenn man nicht gut dokumentiert. Eine gute E-Mail-Etikette ist ebenfalls sehr willkommen, ganz im Gegensatz zu Mails, in denen drei Termine und mehrere Anfragen gleichzeitig abgearbeitet werden.

2. Wenn Sie einem neuen Kollegen nur eine Sache zeigen könnten, die ihn überraschen würde, was wäre das?

Ich glaube, das ist die schwierigste Frage, denn es gibt so viele spannende Details zu entdecken. Es fällt mir schwer, eine einzelne Sache zu nennen. Vielleicht könnte man für neue – oder auch langjährige – Mitarbeitende eine Art Rallye durch die Liederhalle entwickeln, bei der man das Haus spielerisch erkundet.

Mit Aufgaben wie: „Wie viele Pfeifen hat die Orgel im Beethoven-Saal?“, „Auf welche Höhe lassen sich die Bühnentaschen fahren?“ oder „Wie viele Musiker finden im Hegel-Bühnengraben maximal Platz?“ Auch die Gesamtzahl aller installierten Toiletten oder die Quersumme der Stufen im Hegel-Gebäude wären interessante Fragen.

Irgendwie so etwas in der Art.

Ich möchte damit vor allem zeigen, dass die Liederhalle ein Gesamtkunstwerk ist, das es zu entdecken gilt. In meiner Anfangszeit bin ich teilweise mit Ebenenplänen losgezogen und habe versucht, mich im Labyrinth unter dem Hegel- oder Beethoven-Saal zurechtzufinden. Schon witzig, wenn man plötzlich unerwartet in einer Küche oder Tiefgarage landet.

 

Porträt eines Mitarbeiters der Projektleitung, der freundlich lächelt.
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle

3. Welches kleine Detail in der Liederhalle fasziniert Sie immer wieder, das Besucher normalerweise nicht wahrnehmen?

Das ist weniger ein einzelnes Detail als vielmehr ein Moment: Wenn ich am frühen Morgen zum Arbeitsbeginn von der Pforte Richtung Büro durch den noch leeren Beethoven-Saal gehe. Das fasziniert mich jedes Mal aufs Neue – auch nach Jahren verliert dieser Augenblick nichts von seiner Wirkung.

4. Was bedeutet für Sie das diesjährige Jubiläum der Liederhalle? 

Es ist etwas sehr Besonderes, in einem so renommierten Konzerthaus wie der Liederhalle zu arbeiten – vor allem, wenn man mit der Zeit immer mehr über die Geschichte des Gebäudes und die durchdachte Architektur der 1950er Jahre erfährt.

Dass ich das Jubiläum aktiv miterleben und bei Teilen des Programms auch als Projektleiter mitwirken darf, ist für mich etwas Besonderes. Im oft schnellen Arbeitsalltag wird mir dadurch immer wieder bewusst, in welchem außergewöhnlichen Haus wir arbeiten.

5. Welche technischen oder organisatorischen Lösungen machen die Liederhalle für Sie einzigartig?

Auch hier sind es weniger einzelne technische oder organisatorische Lösungen – es sind vor allem die Menschen, die die Liederhalle einzigartig machen.

Gerade im Event- und Touring-Bereich hört man häufig von sehr hohen Belastungen und einem rauen Umgangston. Das ist hier im Team und in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Gästen und Veranstaltern anders.

Wir können nur gemeinsam erfolgreich sein. Deshalb ist unser Anspruch, uns gegenseitig die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, lösungsorientiert zu handeln und dabei den Spaß an der Sache nicht zu verlieren.