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Glasgestaltung an der Silcher-Treppe

An der Wand- und Fensterzone der Silcher-Treppe setzte Hanns Model eine besonders raffinierte Lösung um: eine vorgehängte, geschliffene Glasplatte, die zugleich architektonisches Element, dekorative Fläche und Lichtfilter ist. Anders als eine einfache Glaswand dient sie nicht primär der Transparenz, sondern der ästhetischen Brechung und Streuung des Lichts.

Die geschliffene Oberfläche verwandelt das einfallende Tageslicht in ein lebendiges Spiel aus Reflexen, Mustern und Schatten, das die nüchterne Klarheit der Treppenarchitektur atmosphärisch auflädt. So wird die Silcher-Treppe selbst zu einem gestalteten Erlebnisraum: nicht nur Erschließungselement, sondern ein Licht- und Kunstgang, der die Besucherinnen und Besucher in den Konzertbereich führt.

In dieser Arbeit zeigt sich Models Fähigkeit, funktionale Bauteile durch künstlerische Bearbeitung zu veredeln. Die Glasplatte wirkt wie eine schwebende Membran zwischen Innen- und Außenraum – sie rahmt den Blick, ohne ihn einfach nur freizugeben, und verwandelt das natürliche Licht in ein künstlerisches Medium.