Liederhalle entdecken

Das Mosaik-Foyer

Im Mosaik-Foyer der Stuttgarter Liederhalle entfaltet sich ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Architektur und Kunst. Der lichtdurchflutete Raum, der sich an den Mozart-Saal anschließt, wurde von Blasius Spreng gestaltet, der für seine Kunst-am-Bau-Projekte bekannt ist.
Die Wände sind mit großformatigen, abstrakten Mosaiken versehen, die aus farbigen Quarzitsteinen und glasierten Keramikstäben bestehen. In geometrischen Mustern angeordnet, verleihen sie dem Foyer eine dynamische Raumwirkung, die Ästhetik und Funktionalität verbindet.
Ein besonderes Werk innerhalb des Foyers ist das „Stabmosaik“ in einer Nische neben dem Liederhallenrestaurant. Es ist nicht flächenfüllend, sondern als eigenständige Komposition auf einem rechteckigen Betonfeld angelegt. Rote, braune und blaue Keramikstäbe sind in horizontalen und vertikalen Reihen gesetzt und erinnern an die Schichtung eines geologischen Querschnitts. Drei fensterartige Öffnungen im unteren Drittel gewähren Einblicke in Strukturen aus blauen, goldenen und silbernen Schichten.
Die Gestaltung zeigt Sprengs besondere Materialbeherrschung und sein Verständnis von Kunst, die dekorative Wirkung und Materialgerechtigkeit in Einklang bringt. So wird das Mosaik-Foyer nicht nur zum funktionalen Durchgangsraum, sondern zu einem integralen Bestandteil der Liederhalle – einem Ort, an dem Kunst und Architektur eine spürbare Einheit bilden.

Große Mosaikwand mit Sofalounge davor
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle | Holger Hill