Otto Herbert Hajek zählt zu den bedeutendsten Stuttgarter Künstlerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Der Bildhauer, Maler und Grafiker entwickelte sich von der Figuration zu einem Hauptvertreter der informellen Plastik und wurde durch die documenta III 1964 international bekannt. Prägend sind seine „Stadtikonographien“: großformatige, oft farbig gefasste Betonskulpturen im öffentlichen Raum, die er als „Kunst als Bau“ verstand. Von 1980 an lehrte er an der Kunstakademie Karlsruhe. Als Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes (1972–1979) setzte er wichtige kulturpolitische Impulse, etwa zur Künstlersozialkasse.Otto Herbert Hajek wurde 1927 in Kaltenbach (heute Nové Hutě/Tschechien) geboren, er starb 2005 in seiner Wahlheimat Stuttgart. An der dortigen Kunstakademie hatte er bereits zwischen 1947 und 1954 Bildhauerei studiert.