Liederhalle entdecken

Stabmosaik an der Liederhalle

Das farbige Wandmosaik “Stabmosaik” von Blasius Spreng entstand in den 1950er-Jahren im Zuge des Wiederaufbaus der Liederhalle und zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen für die enge Verbindung von Architektur und Kunst in dieser Zeit.

Spreng setzte längliche, schmale Keramik- und Glassteine in dynamischen Winkeln zueinander. So entstand eine abstrakte, rhythmische Komposition, die Bewegung und Lebendigkeit vermittelt. Die Farbpalette reicht von erdigen Braun- und Beigetönen über leuchtendes Blau und Türkis bis zu kräftigen Gelb- und Goldakzenten.

Das Mosaik ist nicht bloß Dekoration, sondern ein integraler Bestandteil des architektonischen Gesamtkonzepts. Wie viele Arbeiten der 1950er-Jahre trägt es dazu bei, die nüchterne Nachkriegsarchitektur durch künstlerische Akzente zu beleben und den öffentlichen Raum aufzuwerten.

Bis heute ist das Stabmosaik ein markantes Beispiel für „Kunst am Bau“ in Baden-Württemberg und ein lebendiges Zeugnis der Experimentierfreude der Nachkriegsmoderne.

 

Im Restaurantbereich der Liederhalle befindet sich an der östlichen Schmalseite eine großformatige Bildtafel, die sich über zwei Geschosse erstreckt. Sie wurde 1956 von Blasius Spreng entworfen und prägt den Raum durch ihre kraftvolle Materialwirkung.

Die Gestaltung basiert auf rotbraun glasierten Keramikplatten, die sich kontrastreich vom weißen Putzgrund abheben. Unterschiedliche Oberflächen und Strukturen der Keramikelemente erzeugen eine lebendige Dynamik und verbinden dekorative Kunst harmonisch mit dem architektonischen Raumgefühl.

Buntes Mosaik an Hausfassade
Kultur und Kongresszentrum Liederhalle | Mümmler Productions