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Die Tiermosaike aus dem Bildteppich von Blasius Spreng

Professor Blasius Spreng gestaltete den Platz vor dem Gebäude als großen Bildteppich – passend zur kunstvoll dekorierten Außenwand des Mozart-Saales.
Die Schönheit des Platzes war jedoch von kurzer Dauer: Der Untergrund erwies sich als undicht – ein Problem, das trotz mehrfacher Sanierungen nicht vollständig behoben werden konnte.

1968 fasste man daher den Beschluss, das Mosaik abzutragen, den Untergrund abzudichten und das Kunstwerk anschließend neu zu verlegen. Zu diesem Zweck wurden Platz und Mosaik sorgfältig vermessen und fotografiert. Die Wiederherstellung erwies sich jedoch als aufwändiger und kostspieliger als geplant, sodass das Großmosaik nach der Abdichtung des Untergrunds nicht neu verlegt, sondern eingelagert wurde.

Zur endgültigen Aufgabe des Mosaik-Belags trugen auch praktische Schwierigkeiten bei: In den Dehnungsfugen blieben Damen mit Stöckelschuhen regelmäßig stecken, bei Feuchtigkeit verwandelte sich der Platz in eine rutschige Fläche, und durch die vielen Fugen entstanden immer wieder Frostschäden, die aufwändig ausgebessert werden mussten.

1995 wurden drei der ursprünglich fünf Bildmosaike im Materiallager des Hochbauamtes wiederentdeckt: der Pfau (20 qm), Schlangen und Fische (16 qm) sowie zwei Leoparden (2 qm). Die beiden übrigen Mosaike – ein Hirsch sowie ein Pferd mit Reiter – befinden sich ebenso wie die kunstvoll verzierten Platten des Großmosaiks vermutlich heute in Privatbesitz.

Die wiedergefundenen Bildteppiche wurden restauriert und im Randbereich des Berliner Platzes, an der Ecke Seiden-/Breitscheidstraße, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dort können sie noch heute betrachtet werden.

 

 

Bodenmosaik mit Tierdarstellung in Blau, Gelb, Grün und Grau
visuell.de

Das abgetragene Mosaik wurde im Hochbauamt der Stadt Stuttgart eingelagert, wo es über die Jahre in Vergessenheit geriet. Der Platz selbst musste in dieser Zeit wiederholt geflickt werden und wechselte dabei mehrfach seine Farbe – von Dunkelgrau über Rot, Schwarz,  Gold-Beige bis wieder hin zum neutraleren Dunkelgrau, das der Berliner Platz seit der letzten Sanierung zeigt.

1995 wurden im Materiallager des Hochbauamtes drei der ursprünglich fünf Bildmosaiken wiederentdeckt: der Pfau (ca. 20 m²), die Schlangen und Fische (ca. 16 m²) sowie zwei Leoparden (ca. 2 m²). Die beiden übrigen Mosaiken – ein Hirsch und ein Pferd mit Reiter – sowie die kunstvoll verzierten Platten des Großmosaiks befinden sich vermutlich in Privatbesitz.

Die wiedergefundenen Bildteppiche wurden restauriert und an der Ecke Seiden- und Breitscheidstraße am Rand des Berliner Platzes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wo sie bis heute besichtigt werden können.

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