Drei junge Ensembles bündeln ihre Kräfte für ein ganz besonderes Programm: Beethovens 4. Klavierkonzert in G-Dur op. 58 und Mozarts Requiem in d-Moll KV 626. Rund 100 Mitwirkende zwischen 7 und 35 Jahren formen einen gemeinsamen Klangkörper und verbinden einen professionellen Anspruch mit musikalischer Bildungsarbeit. Beteiligt sind
• die Junge Orchesterakademie Franken (JOA)
• der Reutlinger Knabenchor Capella Vocalis (CV)
• das Stemning Ensemble
Solist ist der 16-jährige Pianist Justus Friedrich Eichhorn, ein Ausnahmetalent seiner Generation.
Klavierkonzert und Requiem werden ergänzt durch a-cappella-Werke der beiden Chöre. Leitung: Timo Heller und Johannes Kaupp
Beethovens 4. Klavierkonzert op. 58 (vollendet 1805/06) ist ein Stück Musikgeschichte – uraufgeführt am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien, mit Beethoven selbst am Klavier. In drei Sätzen entfaltet sich ein Werk, das schon im ersten Moment überrascht: Nicht das Orchester eröffnet – sondern das Klavier allein. Die klassisch fokussierte Besetzung (Holzbläser, Hörner, Trompeten, Pauken, Streicher) lässt den Solopart umso klarer im Raum stehen. Virtuos, gedankenscharf, elektrisierend – ein Beethoven, der Zukunft schreibt.
Mozarts Requiem wurde zur Legende, weil Mozart 1791 während der Komposition seiner einzigen Totenmesse selbst jung verstarb. Franz Xaver Süssmayr vollendete das Werk 1792 und schuf so die heute gängige Fassung. Das Requiem ist getragen von Chor und vier Solostimmen – und einer eindringlichen Orchesterfarbe mit Bassetthörnern, Posaunen, Trompeten, Pauken, Streichern und Basso continuo. In seiner Spannung zwischen eruptiver Dramatik und tröstlicher Innigkeit entfaltet das Werk bis heute eine unmittelbare Wirkung.